Wer den ›Herzenswunsch‹ eines kleinen, kranken Kindes infrage stellt, gilt schnell als hartherzig. Ich riskiere das. Denn die Berichterstattung der von uns abonnierten Lokalzeitung bietet m.E. reichlich Anlass zur Kritik. Statt sachlich zu berichten, setzt sie wie ein Boulevard-Blatt auf die Herz-Schmerz-Karte. Stadt verbietet Motorrad-Korso für den kleinen Matheo, so titelten die Lübecker Nachrichten (LN) am Donnerstag.
Autor: Karla Letterman
Grüner Anstrich
Über Elektroroller wird viel geredet. In der Einführungsphase ging es vor allem um die Verkehrssicherheit und darum, ob die Gefährte cool rüberkommen. Nach und nach verschob sich der Fokus. Die Diskussion dreht sich immer häufiger um Rüpel-Fahrer*innen und Abstell-Ärgernisse. Doch ein Thema bleibt auf der Strecke: die Öko-Bilanz.
Behrensdorf-Blues
Birte fährt zur Erholung nach Behrensdorf an der Ostsee. Auch Markus, ein erfolgreicher Landschaftsmaler, hat sich in der Gegend einquartiert. Unter trübem Novemberhimmel treffen beide aufeinander. Es wird keine fröhliche Begegnung – und doch eine, die beide nicht missen möchten.
Hören Sie einen Ausschnitt aus der Erzählung Behrensdorf-Blues, gelesen von der Autorin. Erschienen ist die Geschichte im Erzählungsband Von Lübeck bis Laboe.
Supermarkt-Engel
Normalerweise sieht mein Besuch im Supermarkt so aus: Tief Luft geholt, Maske aus der Tasche gezerrt, aufgesetzt, durch den Markt gehetzt. Mit spitzen Fingern Ware aus dem Regal gezogen, mit gezückter Karte an der Kasse mit den Füßen gescharrt, bezahlt, raus. Tief Luft geholt. Mit anderen Worten versuche ich den Aufenthalt im Supermarkt so kurz wie möglich zu halten.
Doch nun hatte ich an zwei Tagen hintereinander ausgerechnet dort zwei ungewöhnlich nette Begegnungen. Mehr…
Wenn ich die See seh …
Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr. Zugegeben, der Spruch ist geklaut, doch die Gefühle empfinde ich selbst.
Zum einen schwimme ich gern in der Ostsee – obwohl baden es wohl, ehrlich gesagt, eher trifft. Denn am liebsten lege ich mich auf den Rücken und lasse mich von den Wellen schaukeln.
Zum anderen kann ich mich am Meer nicht sattsehen. Nicht nur die fantastischen Spiegelungen bei ruhigem Seegang wie hier in Hohwacht sind dafür verantwortlich.
Der wahre Grund für Deutschlands EM-Aus

Mister X – auf eigenen Wunsch unkenntlich gemacht
Auf manche Sachverhalte lohnt es sich, einen zweiten Blick zu werfen – das gilt sogar für die Fußballwelt. Letterman Investigations ist eine sensationelle Enthüllung gelungen. Der wahre Grund für Deutschlands EM-Aus liegt ganz woanders als gedacht!
Enttäuschte Deutsche sehen die Verantwortung bei Jogi Löw. Analog dazu schieben resignierte Schweizer die Schuld für das verlorene Viertelfinalspiel Vladimir Petković in die Schuhe. Die Medien beteiligen sich rege an der Schelte. Doch jetzt müssen alle Geschichten umgeschrieben werden. Keinen der beiden Trainer trifft eine Schuld!
Der Grund liegt vielmehr im Verhalten eines mysteriösen Mannes begründet. Nennen wir ihn Mister X. Mehr…
Echtes Publikum, echte Blumen, große Freude
Mir war nicht klar, dass Stühlerücken einmal Musik in meinen Ohren sein würde! Ich, die ich sonst eher empfindlich auf Nebengeräusche reagiere, merkte am Donnerstag, wie sehr mir das gefehlt hat: echtes Publikum! Räuspern, niesen, hüsteln, sogar mit Taschentuchverpackungen knistern – plötzlich waren mir diese Töne höchst willkommen.
Augenblick mal … Wind lesen? Wetter stricken?
Man stutzt, traut seinen Augen nicht, sieht noch einmal hin, tritt näher … Die Künstlerin Ingrid Mohr beschäftigt sich mit Fragilität, Flüchtigkeit und Wandelbarkeit. Ihre aktuelle Ausstellung mit dem Titel ›Augenblick mal …‹ ist in den Räumen der GEDOK Schleswig-Holstein in der Holstenstr. 14-16 in Lübeck zu sehen.
Von weitem scheint sich z.B. ein Schwarm Insekten gemeinsam im Kreis zu bewegen. Aus der Nähe jedoch ergibt sich ein ganz anderes Bild. Mit wenigen feinen, raffiniert eingesetzten Mitteln bringt Ingrid Mohr die Betrachter*innen zum Staunen.
In diesem einmaligen Ambiente darf ich ›Wind lesen‹ und weitere Kurzgeschichten präsentieren! Eine passendere Umgebung hätte ich mir kaum wünschen können, denn Augenblick mal, die Aufforderung, sich nicht mit dem ersten Eindruck zufriedenzugeben, passt bestens auch zu meinen Geschichten. Mehr…
Kaufen. Lesen. Einen unbeschwerten Sommer erleben.
Heute wende ich mich mit einer wichtigen Botschaft an Sie. Doch wie fange ich an? Am besten vielleicht ganz allgemein.
Nun, manche Dinge hängen zusammen. Zum Beispiel gesetzt den Fall, man möchte einen unbeschwerten Sommer erleben. Dann sollte man sich nicht nur weiterhin virenfeindlich verhalten. Man sollte außerdem dafür sorgen, dass die Flaschen im Regal neben dem Bücherschrank genügend Umdrehungen beinhalten. Eine Sonnenbrille sollte man parat haben. Wenn nötig, eine Lesebrille. Und damit wären wir wieder bei den Zusammenhängen.
Die mysteriösen Gedenktafeln
Sie betreten eine Kirche, halten einen Moment inne, Ihr Blick fällt gleitet über die Seitenwände. Da erfasst Sie ein eiskalter Schauder. Auf den Gedenktafeln zu Ihrer Linken stehen Jahreszahlen, die in der Zukunft liegen! Sie fühlen sich wie mitten in einem Thriller.
Wie es oft ist angesichts von Unfassbarem, klammert sich Ihr Hirn an den nächstbesten Strohhalm, sprich: klaren Gedanken. Wie hieß denn noch dieser Film mit den unheimlichen Grabinschriften? Oder war es ein Roman von Stephen King? Oder haben Sie das etwa selbst geträumt?
Da, plötzlich …
Morgens eine halbe Stunde Frühling
Wer den Frühling in Lübeck erleben möchte, muss in die Kirche gehen! Dies soll kein Aufruf zur Fürbitte zugunsten des Wetters sein; vielmehr möchte ich mein Entzücken über eine Veranstaltungsreihe der Musikhochschule kundtun.
An der Hochschule lässt man sich gern hochkarätige Darbietungen einfallen, das weiß ich aus eigener Erfahrung.
Criminale: Rückschau statt Vorfreude
Heute wäre meine Aufregung hochgeschnellt. Ich hätte mich auf den Weg gemacht, es wäre eine Reise von vier bis fünf Stunden gewesen, von Lübeck nach Iserlohn. Meine Fantasie geht mit mir durch: Am Abend würde ich die ersten Bekannten treffen. Würde ich doch, oder? Sabina Naber, Krimiautorin aus Wien, meine Criminale-Patin von 2019, hätte bestimmt Zeit für ein Kaltgetränk an der Bar.
Was konnten wir herrlich miteinander lästern, damals. Und jetzt hat sie gerade ihr neues Buch herausgebracht! Sie würde mir viel zu erzählen haben … Mehr…
Give the drink a Miss!
Wenn man eine Fremdsprache nicht oder nur wenig beherrscht, sitzt man schnell mal einem Irrtum auf. Damit meine ich nicht unbedingt false friends wie sympathy oder absichtlich nicht-übersetzte Idiome. Manchmal sind es kleine, feine Verwechslungen, manchmal etwas, das man sich grob zusammenreimt. Das niedlichste Beispiel ist mir neulich begegnet: Give the drink a miss!
Mehr…
Himmlers ernstgemeinte Hexenforschung
In der sehenswerten ZDF-Dokumentation Himmlers Macht wird über ein wenig bekanntes Kuriosum berichtet: seine geheime Hexenforschung.
Von einer derart mächtigen Führungsfigur nimmt man gemeinhin an, sie sei rational. Doch Himmler huldigte dem Okkultismus. Er hielt sogar Séancen ab. Mehr…
Knappe Knete oder Knotenzunge
Mein Entspannungsspaziergang, den ich frohgemut antrat, währte nicht lange. Allzubald hörte ich es unter den Schuhen knirschen. Was für ein hässliches Geräusch!
Meine Laune besserte sich weder, als ich die Ursache entdeckte – Glassplitter – noch als es neben mir knackte. Da öffneten zwei junge Männer die nächsten Bierflaschen. Ob sie die Scherben zu verantworten hatten? Ich fragte sie nicht, denn ich wollte keinen Knatsch.
Frühlingshoffnung
Was für ein Timing: Gestern sehen wir auf mare TV einen Film über die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, und heute sehe und höre ich einen Kranichschwarm gen Norden fliegen! Da keimt sofort Frühlingshoffnung auf. Sehr passend, denn übermorgen ist der meteorologische Beginn der grünen Jahreszeit.
Mein Herz hüpft! Ich kann mich der Faszination dieses Vogels nicht entziehen, der nicht nur vom Jahreszeitenwechsel kündet, sondern in manchen Kulturen gar als Glückssymbol gilt. Auch ich … Mehr…
Wunderliche Weibs-Bilder

O Annabelle, du schöne Helle!
Eine Freundin berichtete heute von ihrer Erfahrung mit dem Mädchenfänger. Unangenehm sei es gewesen. Schmerzhaft. Dabei ist sie nicht etwa einer dubiosen Internetbekanntschaft auf den Leim gegangen. Sie machte Bekanntschaft mit einem medizinischen Gerät, das man (immer noch) so nennt. Erstaunlich, welch wunderliche Weibs-Bilder nach wie vor kursieren! Mehr…
Krawall ums Kraweel
Die Lisa von Lübeck ist ein nachgebautes mittelalterliches Schiff, ein Kraweel. Zu besonderen Anlässen spielt eine Laiengruppe darauf historische Szenen nach, zum Beispiel eine Entladung.
Der frischgebackene Polizeikommissar Peer Leichtfuß macht beim Joggen eine merkwürdige Entdeckung. Am Bugspriet der Lisa ist eine Rolle befestigt, die dort nicht hingehört. Peer angelt sich die Rolle und betrachtet sie genauer …
Die Erzählung Krawall ums Kraweel ist in Ute Scharmanns und meinem Buch Von Lübeck bis Laboe erschienen. Hören Sie einen Ausschnitt – gelesen von der Autorin.
Die Nacht des Heiligen Jürgen
Wenn in Travemünde der Wind wütet und die Ostsee Schaumkronen schleudert, ist der Strand menschenleer. An einem solchen Tag können dubiose Dinge passieren, und niemand bemerkt sie. Jedenfalls nicht sofort …
Oliver, Deutschlehrer am Goethe-Institut in Bangladesch, reist auf Bitten seines Onkels in die Heimat. Er habe etwas mit ihm zu regeln, erklärt der Onkel, und es sei dringlich. Ehe Oliver es sich versieht, macht er Bekanntschaft mit einer Arrestzelle.
Hören Sie einen Ausschnitt aus der Kriminalerzählung Die Nacht des Heiligen Jürgen, gelesen von der Autorin. Erschienen ist die Geschichte im Erzählungsband Von Lübeck bis Laboe.
Die fremde Macht
Man strebt in der abendlichen Kälte eiligen Schrittes nach Hause. Plötzlich wird der Blick magisch angezogen, man muss nach links sehen – und ist wie vom Donner gerührt. Eine fremde Macht hat den Mond am Himmel platziert!
Leider ist man ein wenig zu weit entfernt, hat auch nicht den richtigen Fotoapparat dabei und friert wie ein Schneider. Doch man muss stehenbleiben und die runde helle Scheibe anstarren. Denn man weiß: So bald bietet sich dieses Schauspiel nicht wieder.
Man möchte planen können: Morgen um diese Zeit komme ich wieder und bringe die Spiegelreflexkamera samt Stativ mit. Doch da spielt Mutter Natur nicht mit. Nicht nur, dass der Himmel am nächsten Tag wolkenverhangen sein könnte, nicht nur dass der Mondaufgang sich zeitlich verschiebt. Frau Luna wird auch an völlig anderer Stelle erscheinen!
Natürlich lässt sich das alles wissenschaftlich erklären und berechnen. Doch trotz unseres Wissens behält das Phänomen seinen geheimnisvollen Zauber. Kein Wunder, dass in vielen Kulturen die Mondgöttin eine wichtige Rolle spielt. Denn sieht man das Schauspiel des Mondaufgangs, ahnt man eine fremde Macht.
Foto: Karla Letterman
Ich habe doch nur recherchiert …
Jawohl, es ist angekommen. Denn es blieb nicht bei einer irritierten E-Mail. Häkelst du nur noch, oder schreibst du auch mal wieder?! Besorgten Nachfragen kann ich nun entgegnen: Ha! Ich habe das alles nur für mein neues Romanprojekt getan! Nicht etwa zum Spaß habe ich Handarbeitszeitschriften durchblättert und YouTube-Kanäle nach den besten Anleitungen für Rosenblüten und Anker-Applikationen durchforstet. Ich habe doch nur recherchiert!
Und warum? Damit Eagle-Eyes neue Bekannte glaubwürdig rüberkommt. Hier ist der Beweis … Mehr…
Deckchen, Beutel, Häkelkappe
Stellen Sie sich vor, Sie sind Hat-Hunter, doch es ist Lock-Down und Sie müssen sich zu Haus beschäftigen. Da entdecken Sie beim Aufräumen einen Karton mit Baumwolle, lauter verschiedene Farben. Spontan haben Sie eine Idee: Häkelkappe! Sie wollten doch schon immer mal ausprobieren, ob sie die Passform hinbekommen. Und ist eine Kappe nicht auch irgendwie ein Hut?
Zwar ist Häkeln kein bisschen wie Jagen, aber dennoch macht es Spaß. Äh – ich erwähnte doch nicht etwa schon mein Häkelfieber? Sollten auch Sie dafür anfällig sein, würde ich Ihnen bereitwillig mein Vorgehen verraten … Mehr…
Der Wunsch des Graureihers
Eine Fabel zum Jahresbeginn
Am späten Nachmittags des ersten Januartages saßen Pfau und Graureiher nebeneinander an einem kahlen Abhang. Der Reiher seufzte. »Ich wünschte, ich wäre ein so prachtvoller Vogel wie du! Dann hätte ich eine Chance gehabt.«
»Eine Chance? Worauf denn?«, erkundigte sich der Pfau und bewegte anmutig sein Haupt, sodass sein Kopfschmuck im verbleibenden Licht glitzerte. Mehr…
2020: Höhlenkompetenz und Einsamkeit
Für manche klingt es nach dem Unwort des Jahres 2020: Höhlenkompetenz. Denn mögen uns auch wissenschaftliche Beiträge plausibel erklären, welche Vorteile der erzwungene Rückzug hat, so bedeutet er doch für viele vor allem erzwungene Einsamkeit.
Die meisten von uns haben verstanden, dass sie Geselligkeit meiden müssen, um selbst gesund zu bleiben und um das Virus im Zweifelsfall nicht weiterzugeben. Sie halten sich deshalb an die vorgeschriebenen Regeln. Doch wieviel Trostlosigkeit geht damit einher?
Eier, Fett und Zucker
Manchmal brauchen wir Soulfood, und das bedeutet, seien wir ehrlich, Kalorien. Bei uns gibt es Weihnachten einen gehaltvollen Nachtisch. Seine Hauptbestandteile sind Eier, Fett und Zucker – die Rede ist von Mousse au chocolat. Und weil dieses Dessert so köstlich ist, darf man es zu besonderen Anlässen am Weight-Watchers- Speiseplan vorbeimogeln. Mehr…
Unter Reihern weiterhäkeln
Von mir als Karl-May-Vielleserin erwartet man vermutlich nicht, dass ich »Unter Reihern« bin. Vielmehr wird man mich Unter Geiern wähnen. Zum anderen wird man davon ausgehen, dass ich mit dem Bärentöter um mich knalle oder etwas wie Old Shatterhands »Henrystutzen« benutze, wenn ich mich mit dubiosen Vögeln konfrontiert sehe. Doch was tue ich? Weiterhäkeln. Ungerührt.
Dies zeigt zweierlei. Mehr…
Einfach Weitergehen?
Wenn wir einen verzweifelten Menschen trösten wollen, sagen wir gern: »Du wirst sehen, das Leben geht weiter.« Was ist so toll am Weitergehen?
Wind lesen lernen
Sie stehen am Strand, der Wind pfeift Ihnen um die Ohren, und Sie fragen sich, was er Ihnen sagen will? So erging es auch Jean-Louis – jedenfalls bis er lernte, aus dem Wind zu lesen.
Die Illusion von Wald
Wenn man aus dem Harz stammt, hält man Wälder für selbstverständlich. Doch im wahren Norden kann man danach lange suchen. Abgesehen von der einen oder anderen rühmlichen Ausnahme wie dem Lauerholz scheinen größere Ansammlungen von Bäumen den hiesigen Menschen unheimlich zu sein. Selbst wo nur drei, vier bescheidene Stämmchen beisammen stehen, entsteht schon die Illusion von Wald, und man wähnt gleich ein Wolfsrevier – so wie neulich im Lübecker Stadtteil Moisling.
Spreader im Dienst der Hochschule
Das Leben mit der Pandemie stellt unseren Alltag auf den Kopf. Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Und so ruft die Musikhochschule Lübeck (MHL) dazu auf, Spreader zu werden! Ich werde also im Dienst der Hochschule für Ausbreitung sorgen …
Ideen beim Kaktus-Starren
Die originellsten Ideen kommen einem bekanntlich beim Duschen – die intelligentesten jedoch beim Starren. Rein zufällig stand ich vorhin neben dem Küchenfenster, als die neuen Nachbarn zwei Häuser weiter einzogen. Leider stockte die Weiterfahrt ihres Lieferwagens. Sollte mir der Blick auf den neuen Hausherrn wieder verwehrt bleiben? Bereits zuvor verhinderten Launen des Schicksals, dass ich den Mann zu Gesicht bekam, der laut Bine von nebenan durchaus sehenswert ist. Vorgestern klingelte, just dass ich ein halbes Sekündchen aus dem Küchenfenster geschaut hatte, der Paketbote Sturm. Gestern stach ich mich am Kaktus, als ich der rechte Ecke der Fensterbank zu nah kam. Natürlich entstieg der neue Nachbar in dem Moment seinem Auto, als ich ein Taschentuch um das blutende Handgelenk schlang. Wer, zum Henker, blockierte denn da jetzt den Lieferwagen?
Ordnung? Nur auf dem Balkon …
Was wollte ich in den vergangenen Tagen nicht tun! Ein neues Foto für die Website aufnehmen. Einen Beitrag über die Knicks in Schleswig-Holstein schreiben – das Bild habe ich schon vor einer Woche geknipst. Ich wollte den Schal für meinen Lieblingsthomas weiterstricken, endlich einen Text von Marlen Haushofer lesen, einen neuen Badeanzug kaufen. Klingt überschaubar, nicht wahr? Mit ein bisschen Planung sollten die Punkte dieser kleinen To-Do-Liste schnell abgehakt sein. Doch Planung, Struktur, Organisation? Fehlanzeige, jedenfalls in meinem Innern. Ordnung gibt’s bei mir nur auf dem Balkon.
Systemfrage
Da möchte man sich arglos im Schwimmbad austoben – und schon stellt sich die Systemfrage! Und das kommt so. Lübeck, Sonntagmorgen, am Eingang zum Zentralbad. Ich werde zurückgewiesen. Zunächst müssten die aktuellen Badegäste gezählt werden, dann sehe man weiter; derweilen möge ich doch warten.
Ich hatte online ein Ticket kaufen wollen – nicht im Angebot. Ich hatte mich bemüht, einen Schwimmplatz zu reservieren – ging nicht. Mehr…
Wettlauf entschieden, Belegexemplare eingetroffen
Buch-Wettlauf, letzter Teil – die Entscheidung. Es kündigte sich vor einigen Tagen bereits an: Die Wölfe waren schneller, und zwar um eine ganze Woche! Doch jetzt sind auch die Belegexemplare des Erzählungsbandes eingetroffen, und jedes einzelne ist ein Grund, ein Gläschen Sekt zu trinken 🙂
Die Wölfe haben die Nase vorn!
Buch-Wettlauf, Teil 3: Es geht in die Zielgerade! Seit vorgestern das Probeexemplar unseres Erzählungsbandes Von Lübeck bis Laboe eingetroffen ist, fiebert Ute richtig mit. Natürlich möchte sie, dass VLBL gegen die Wölfe gewinnt. Doch dann entdeckt sie Folgendes …


