Nein, nein, in Ellrich ist alles in der richtigen Spur. Ich will jetzt nicht über Thüringens Politik reden, das tun Berufenere als ich weit besser. Worüber ich reden möchte, ist ein Kriminalfall. Der allerdings hat etwas mit einer Straße zu tun, die ins Thüringische führt.
Auf dieser Straße unterwegs ist eine geheimnisvolle Frau – zusammen mit Alois Aisner, dem ermittelnden Kriminaloberkommissar im Fall eines Autobombenanschlags. Was er ermittelt? Und warum er sich hat zu dieser denkwürdigen Spritztour überreden lassen…?
Das verrate ich bei meiner Lesung am 6. März. Natürlich in Ellrich.

Als Thomas am vorigen Mittwoch nach Hause kam, biss ich gerade herzhaft ins blassrote Gymnastikband. Ich konnte es noch schnell beiseite legen, bevor er das sah, und eine Unschuldsmiene aufsetzen. „Na, Schatz, heute schon so früh zurück?“ Er schüttelte ungläubig den Kopf. „Machst du etwa schon wieder was für diese Challenge?!“
Fertig! Zwar kann ich noch nicht sagen, ich hätte den Roman beendet, doch der erste Entwurf ist fertig. Ich bin stolz! Denn der neue Krimi aus der
Neujahr, Teil II. Nachdem die Veranstaltung im vorigen Jahr wegen des miesen Wetters ausfallen musste, wurde es heute zum Ausgleich besonders schön. In Hohwacht an der Ostsee ruft man seit einigen Jahren zum Strandleuchten. Hunderte von Besuchern laufen mit Fackeln an der Waterkant entlang und illuminieren den Abschnitt zwischen Alt-Hohwacht und der Aussichtsplattform „Flunder“.
Die Touristiker sprechen marketingträchtig von Romantik – und haben Recht. Nicht nur, weil an der Flunder nach der offiziellen Begrüßung ein Wiener Walzer gespielt wird. Sondern schon vorher, während man mit vielen Menschen gemeinsam zum Treffpunkt ausschwärmt, ist die Stimmung feierlich.
Die Blaue Stunde zieht auf, eine Fackel nach der anderen wird entzündet. Je nach Gusto stapft, promeniert oder schlendert man durch den Sand oder am oberen Weg über der Steilküste entlang. An der Flunder erwarten einen dann außer Trink- und Essensständen Feuerkörbe und Musik.
Am späten Nachmittags des ersten Januartages saßen Pfau und Graureiher nebeneinander an einem kahlen Abhang.
Wer ein schwieriges Jahr hinter sich hat oder zumindest ein Jahr, in dem es Anlässe zum Verzweifeln gab, möge bedenken:
Mal wird diese Erkenntnis als afrikanisches Sprichwort zitiert, mal als bretonische Weisheit. Fest steht: Auch an Nord- und Ostsee ist sie gültig.
Im November 1887 betrat Sherlock Holmes als schrulliger, hochintelligenter Detektiv die Weltbühne. 132 Jahre später ist die Kunstfigur noch immer populär – und mit ihr eine ganz besondere Kopfbedeckung, die Deerstalker Cap. Zu deutsch: die Hirschpirscher-Kappe. Eigentlich ist dieser Hut bei Sherlocks Arbeit vollkommen unangebracht.
Freitag, der 13., olé! Immer zu diesem Datum fällt mir Reinhard Meys schwungvolles Lied „Ankomme Freitag, den 13.“ ein. Eine gewisse Christine kündigt per Telegramm ihr Eintreffen an dem bewussten Datum um 14 Uhr an. Und schon rollt die Lawine der Missgeschicke.
Da staunte die Redaktion der Lübecker Nachrichten (LN) nicht schlecht: Am Nachmittag des 27. November fuhren verärgerte Leser*innen vor dem Verlagsgebäude vor – im Traktor. „Keine Zukunft ohne Bauern!“ hatten sie auf ein Plakat geschrieben. Und dann erklärten sie dem Chefredakteur den Anlass ihres Unmutes, nämlich eine Karikatur in der Mittwochsausgabe. Sie zeigt zwei Menschen im Gespräch vor einem Bienenstock am Rande eines Feldes, auf dem ein Trecker unterwegs ist. Die beiden staunen über neue Sorten wie „Glyphosathonig“ und „Nitrathonig“.
Samstagnachmittag, Schlag 15 Uhr, Minna-Cauer-Saal des Rathauses Charlottenburg, Berlin: 26 Autor*innen treffen ein, aufgeregt und gespannt, was sie erwartet. Sie wissen nur eines: es gibt Wortrandale. Der gleichnamige
Wer den Schriftsteller Max Goldt
Neues aus meiner Reihe „
Ob die Kunstfigur Olaf Schubert im wahren Leben nun
Sie schützt vor Regen und Wind, wärmt die Ohren und kann das Aussehen ganz beträchtlich verändern. Die kleine Schwester des Hutes, die Kappe, hat eine eigene Würdigung verdient!
Transparenz ist was Tolles. Was geschieht, ist klar ersichtlich, Mauscheleien wird der Riegel vorgeschoben. So haben wir den Begriff Transparenz kennen und schätzen gelernt.
Heute Nachmittag wurde in Lauenburg der Fahrgastbetrieb des autonom fahrenden Kleinbusses „TaBuLa“ aufgenommen. Die Abkürzung steht für „
Es ist ein alter rhetorischer Trick. Man antwortet auf eine Frage, die gar nicht gestellt wurde, und lässt die tatsächlich formulierte Frage links liegen.
Es lässt sich nun nicht mehr leugnen. Seit Montag, 30.9., ist es offiziell: Karla Letterman macht Randale. Zum Glück, ohne materiellen Schaden anzurichten. Allerdings lässt sie Licht schmelzen…
Manchmal besteht der einzige Energieaufwand, den man aufwenden muss, darin, sich selbst in Gang zu bringen. Auf dem Grat zwischen Spätsommer und Herbst lädt Petrus zum Lichtfest nach Himmelsart. Man muss einfach nur: hingehen!
Es war einmal eine Spinne, die lebte im Konferenzraum einer großen Firma. Dort fanden oft Treffen und Vorträge statt, und die Spinne hockte in der dunklen Ecke unterm Fensterbrett und lauschte. Sobald sich eine Konferenz ohne Frauen abspielte, redeten die Männer ein bisschen über Berufliches und viel über das weibliche Geschlecht.
„Jetzt schreibt er auch noch“, steht über den Politiker Wolfgang Kubicki in der Zeitung, dessen Name neuerdings ein Buch ziert. Ja, ist das so? Und wenn ja, warum? „Ist ja irgendwie in Mode gekommen, ein Buch zu schreiben“, wird Kubicki zitiert. Soweit also ist es mit dem Schreiben gekommen…
Wer einen schönen Garten gehabt hat und plötzlich darauf verzichten muss, braucht womöglich Zeit, um sich an den verringerten Auslauf zu gewöhnen. Doch wie für viele Alltagslagen gibt es auch hierfür einen Karla-Letterman-Tipp: Man bastele sich ein Paradies!
Und das geht so. Man nehme einen Balkon…
Habe ich erst gestern Vormittag über die 

Freitag, ein Tag Urlaub vom Brotjob; der Plan: Fahrt nach Duderstadt zur Lesung. Vorher: Treffen mit Claudia Nachtwey, Blick hinter die Kulissen ihres tollen
Wendet man den Blick nach rechts, tummeln sich dort neuerdings wieder erschreckend viele Gestalten. Ließen sich vor 30 Jahren vielleicht ein paar Jungs mit kurzgeschorenen Haaren und leicht deutbaren Klamotten-Labels blicken und versperrten fast die Sicht auf vorsichtig an die Wand gedrückte Vertriebenenfunktionäre und klammheimliche Sympathisanten vom Rand des Bürgertums, treibt das, was in unserer Gesellschaft lange als das Ewiggestrige galt, heute mannigfaltig düstere Blüten.
Jeden Sommer sehen sie unterschiedlich aus: die prachtvollen Stockrosen-Rabatten vor den Gartenzäunen. Die Pflanzen, zweijährig, säen sich selbst aus, wenn man sie nicht herunterschneidet. Deshalb bleibt die Farbmischung ein wenig dem Zufall überlassen.
Nie war es so einfach wie heute, sich Vergnügen im Sinne von Ablenkung zu verschaffen. Streaming-Dienste, Playstations und Computerspiele sind für viele Menschen zugänglich und werden von vielen genutzt. Doch was bewegt User über das reine Beschäftigtsein hinaus? Wie sieht es mit ihren Gefühlen aus? Anders gefragt: Schafft man durch Shows und Videos Ergriffenheit in Zeiten der Avatare?
Eine Tankstelle der besonderen Art findet man ganz in der Nähe des Lübecker Holstentors. Der Verein Defacto Art betreibt dort die Kunsttankstelle.


