Für manche klingt es nach dem Unwort des Jahres 2020: Höhlenkompetenz. Denn mögen uns auch wissenschaftliche Beiträge plausibel erklären, welche Vorteile der erzwungene Rückzug hat, so bedeutet er doch für viele vor allem erzwungene Einsamkeit.
Die meisten von uns haben verstanden, dass sie Geselligkeit meiden müssen, um selbst gesund zu bleiben und um das Virus im Zweifelsfall nicht weiterzugeben. Sie halten sich deshalb an die vorgeschriebenen Regeln. Doch wieviel Trostlosigkeit geht damit einher?

Manchmal brauchen wir Soulfood, und das bedeutet, seien wir ehrlich, Kalorien. Bei uns gibt es Weihnachten einen gehaltvollen Nachtisch. Seine Hauptbestandteile sind Eier, Fett und Zucker – die Rede ist von Mousse au chocolat. Und weil dieses Dessert so köstlich ist, darf man es zu besonderen Anlässen am Weight-Watchers- Speiseplan vorbeimogeln.
Von mir als Karl-May-Vielleserin erwartet man vermutlich nicht, dass ich »Unter Reihern« bin. Vielmehr wird man mich
Wenn wir einen verzweifelten Menschen trösten wollen, sagen wir gern: »Du wirst sehen, das Leben geht weiter.« Was ist so toll am Weitergehen?
Sie stehen am Strand, der Wind pfeift Ihnen um die Ohren, und Sie fragen sich, was er Ihnen sagen will? So erging es auch Jean-Louis – jedenfalls bis er lernte, aus dem Wind zu lesen.
Wenn man aus dem
Das Leben mit der Pandemie stellt unseren Alltag auf den Kopf. Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Und so ruft die Musikhochschule Lübeck (MHL) dazu auf, Spreader zu werden! Ich werde also im Dienst der Hochschule für Ausbreitung sorgen …
Die originellsten Ideen kommen einem bekanntlich beim Duschen – die intelligentesten jedoch beim Starren. Rein zufällig stand ich vorhin neben dem Küchenfenster, als die neuen Nachbarn zwei Häuser weiter einzogen. Leider stockte die Weiterfahrt ihres Lieferwagens. Sollte mir der Blick auf den neuen Hausherrn wieder verwehrt bleiben? Bereits zuvor verhinderten Launen des Schicksals, dass ich den Mann zu Gesicht bekam, der laut Bine von nebenan durchaus sehenswert ist. Vorgestern klingelte, just dass ich ein halbes Sekündchen aus dem Küchenfenster geschaut hatte, der Paketbote Sturm. Gestern stach ich mich am Kaktus, als ich der rechte Ecke der Fensterbank zu nah kam. Natürlich entstieg der neue Nachbar in dem Moment seinem Auto, als ich ein Taschentuch um das blutende Handgelenk schlang. Wer, zum Henker, blockierte denn da jetzt den Lieferwagen?
Was wollte ich in den vergangenen Tagen nicht tun! Ein neues Foto für die Website aufnehmen. Einen Beitrag über die Knicks in Schleswig-Holstein schreiben – das Bild habe ich schon vor einer Woche geknipst. Ich wollte den Schal für meinen Lieblingsthomas weiterstricken, endlich einen Text von
Da möchte man sich arglos im Schwimmbad austoben – und schon stellt sich die Systemfrage! Und das kommt so. Lübeck, Sonntagmorgen, am Eingang zum
Buch-Wettlauf, letzter Teil – die Entscheidung. Es kündigte sich 
Ein freier Vormittag, schönstes Spätsommerwetter, ein gutes Buch liegt zum Lesen bereit – da fällt die Entscheidung nicht schwer. Ich radele zum Schulgarten, Lübecks Botanischem Garten, um mich gemütlich auf einer Bank niederzulassen. Ich schlendere vorbei an Sonnenhut, Rizinus und Kapuzinerkresse am Rankgerüst und genieße die warmen Sonnenstrahlen. Eine Statue trägt heute Basecap; ich muss lachen. Doch was ist das? Nur wenige Schritte weiter wartet die Überraschung im Schulgarten!
Der
Wie spannend! Zufällig hat es sich ergeben, dass zwei meiner Buchprojekte gleichzeitig herauskommen. Das eine – der
In meinem neuen Harzkrimi spielen Wölfe eine wichtige Rolle. Das muss aufs Cover! Doch wie? Es soll ein richtig knackiger Wolfstitel werden, da sind Lektor Sascha Exner und ich uns einig. Mein erster Vorschlag: „Wer mit dem Wolf heult“.
Sich das leichte Sonntagsshirt überstreifen, aufs Fahrrad schwingen, in die Sonne radeln – und spontan bei jazzigen Klängen in einen Hinterhof einkehren. Ist das für immer Geschichte? Dank der Initiative „Kulturfunke“ in Lübeck zum Glück nicht.
„Ich bin der Daten-Döllmer.“ Der Freund erntete lautes Gelächter in der gesamten Runde. Nicht nur deshalb, weil er seine Erlebnisse mit Dekompressions-Software so wunderbar selbstironisch geschildert hatte – sondern auch wegen der Wortwahl.
Ein Abendhimmel leuchtet in den verschiedensten Pastelltönen: zartes Gelb ist dabei, außerdem hellgrau, apricot, altrosa und taubenblau. Kann das sein? Oder wurde mit Mitteln der digitalen Bildbearbeitung nachgeholfen?
Als eingefleischte (oder soll ich besser sagen: eingemehlte…?) Knäckebrotesserin sehe ich seit Wochen diese Aufforderung auf Wasa-Packungen. Knäcke kaufen, Kassenbon scannen und hochladen, Urkunde kriegen. Denn pro eingescanntem Bon lässt Wasa einen Baum pflanzen. Toll, nicht wahr? Ist nicht ein Schelm, wer Böses dabei denkt?
Annelies Kamens Arbeiten sind auch ohne Worte beredt. Das heißt nicht, dass sie ihren Werken keine Titel gäbe. Doch es ist nicht der Wortwitz, auf den sie es anlegt. Auf den Witz allerdings schon. Und das mit Erfolg!
Gestern saß ich mit einem gewissen 
Sommer, Sonne, die Liebesbrücke, Musik liegt in der Luft – sollte der Himmel da nicht voller Geigen hängen? Statt dessen hängt der Himmel voller Kannen!
„Ich musste die ganze Zeit auf deinen tollen Fascinator schauen!“ Das sagte Hotelchefin Hilke Flebbe, als wir eine
„Lesen mit Abstand“ heißt ein Format, das sich Hilke Flebbe für die Corona-Zeit ausgedacht hat. Sie ist die Inhaberin des 
Warum nur fällt mir
Heute ist Walpurgis! Im Harz finden zu diesem Datum normalerweise
Für den heutigen Welttag des Buches hat sich die europaweite Vereinigung European Writers Council eine Aktion ausgedacht:
Heute sollte die Criminale in Hannover starten. Die Criminale ist die jährliche Zusammenkunft der Mitglieder des Synikats. Wenn das nicht nach Zoff klingt!
Als ich nach der Sturmflut am Brodtner Ufer spazieren ging, fielen mir die Veränderungen sofort auf. Wo vorher Sandstrand gewesen war: alles voller Steine! Mülltonnen und Schilder: umgekippt. Bäume: noch mehr entwurzelt. Und doch strahlte das Ufer vor Schönheit. Das erste, was mir dazu in den Kopf kam, war: oh, ein Symbol! Um gleich darauf zu denken: Bloß keine Symbolik jetzt!
Man muss gar nicht unter Quarantäne stehen, um anarchische Zustände zu erleben. Denn der Hausrat in Zeiten von Corona ist auch nicht, was er sein sollte. Die Brille im Abfluss? Die Pantoffeln in den Schlafanzugtaschen? So besingt Reinhard Mey die Unordnung in seinem Stück „
In Zeiten wie diesen, in denen es plötzlich Vorschriften für alle gibt, ist es einfach, sich zu profilieren. Wer das tun will, drängelt, brummt und nörgelt. „Ich quängle also bin ich“, scheint das Motto der Beschwerdeführer zu sein. Was ist das: ganz banale Dummheit, oder Auffallenwollen um jeden Preis? 
