Schatten sind grundsätzlich verdächtig! Besonders beunruhigend sind natürlich Formen, die man nicht richtig deuten kann … wie diese. Was könnte die rechte Figur in der Hand halten? Einen Hammer? Ein starkes Blitzgerät, um jemanden zu blenden? Vielleicht sollte man eher fragen: Was planen die beiden Gestalten?
Lauern sie einem arglosen Segler auf, der einen der letzten Spätsommertage zu einem kleinen Wochenendausflug nutzt? Oder sind die Strandkörbe gar nicht so unbewohnt, wie sie auf den ersten Blick wirken? Springt gleich ein Schurke heraus, der mit einem Taser unschädlich gemacht werden muss? Könnte es tatsächlich ein Elektroschocker sein, den die rechte Person hochhält?
Klar erscheint, was die beiden Gestalten betrifft, nur eines: Die auf der linken Seite trägt einen Hut. Modisches Accessoire, Sonnenschutz oder Verkleidung … möglich erscheint dieser Tage nahezu alles!

Dieses Bild gibt meine momentane Stimmung wieder. Es stammt aus der St.-Nikolai-Kirche in Wismar.
Ob man romantische Vorstellungen von Goldschätzen am Ende des Regenbogens mag oder sich lieber mit naturwissenschaftlichen Erklärungen für dieses optische Phänomen beschäftigt, kann man später immer noch überlegen. Zunächst einmal gilt: Innehalten und staunen!
Was für eine wunderbare Idee, die neue Show des Ensembles „
So eine Unverschämtheit! Oder? Da fühlt frau sich schick, weil frisch frisiert, setzt die Brille wieder auf – und dann hängt da nicht nur ein gnadenloser Spiegel, sondern daran lehnt auch dieser gnadenlose Spruch!
Wer weiß schon.
Gerade fällt mir wieder auf, wie selektive Wahrnehmung funktioniert.
Ein Mann sitzt allein im Restaurant. Drei Tische werden von altmodischen metallenen Deckenlampen erleuchtet, der Rest des riesigen Raumes ist dunkel. Hat der Mann sich eingeschlichen?
Wenn man die politische Großwetterlage betrachtet, kann man nur feststellen, dass 2023 ein schauriges Jahr war. Verständlicherweise tun viele Menschen viel dafür, sich ihren Mikrokosmos nett zu gestalten und so eine insgesamt erträgliche Bilanz ziehen zu können. Nur mit Tricks lässt sich die erschreckende Erkenntnis ausblenden, dass auf der Insel der Glückseligen immer weniger Menschen Platz finden. Selbst Spenden für den guten Zweck erleichtern einem das Gewissen nicht auf Dauer.
Dieser Text handelt von zwei Themen, dem Besuch eines Friedhofs bei Regen und dem Gedenken an eine berühmte Frau. Ich habe versucht, zwei Beiträge zu verfassen, doch ich schaffte es nicht, das eine vom anderen zu trennen, was vielleicht daran liegt, wie ich zu dem Besuch kam.
Vorweg sei erwähnt: Seit ich in Lübeck lebe – seit sechs Jahren – habe ich mir immer wieder vage vorgenommen, den Burgtorfriedhof zu besuchen. Ich hatte von Führungen und Gedenkveranstaltungen gelesen, die dort stattfinden, und hatte daraus den Eindruck gewonnen, es müsse ein ehrwürdiger, vielleicht sogar ein schöner Friedhof sein.
Nach
Als ich neulich im
Ich liebe diesen dramatischen Herbsthimmel! Düsteres Dunkelblau, darüber eine dicke, drückende Wolkenschicht – und dann sekundenschnell wechselnde, vereinzelte Sonnen-Spots – etwas Spannenderes gibt es kaum!
Spiegelungen üben auf mich eine große Faszination aus. Sie sind ein spezieller Filter der Wirklichkeit. Sie vervielfältigen das abgebildete Objekt, können es aber auch weichzeichnen, verzerren, bewegen (ich denke an eine Wasserspiegelung). Wann immer sich ein See, ein Fenster oder eine glänzende Fläche vor einem interessanten Motiv auftut, kann ich nicht anders: Ich zücke mein Smartphone oder den Fotoapparat. Gestern knipste ich dabei zufällig eine Art Selfie-Suchbild.
Wenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr. Zugegeben, der Spruch ist geklaut, doch die Gefühle empfinde ich selbst.
Sie betreten eine Kirche, halten einen Moment inne, Ihr Blick fällt gleitet über die Seitenwände. Da erfasst Sie ein eiskalter Schauder. Auf den Gedenktafeln zu Ihrer Linken stehen Jahreszahlen, die in der Zukunft liegen! Sie fühlen sich wie mitten in einem Thriller.
Was für ein Timing: Gestern sehen wir auf
Man strebt in der abendlichen Kälte eiligen Schrittes nach Hause. Plötzlich wird der Blick magisch angezogen, man muss nach links sehen – und ist wie vom Donner gerührt. Eine fremde Macht hat den Mond am Himmel platziert!
Ein Abendhimmel leuchtet in den verschiedensten Pastelltönen: zartes Gelb ist dabei, außerdem hellgrau, apricot, altrosa und taubenblau. Kann das sein? Oder wurde mit Mitteln der digitalen Bildbearbeitung nachgeholfen?
Als ich nach der Sturmflut am Brodtner Ufer spazieren ging, fielen mir die Veränderungen sofort auf. Wo vorher Sandstrand gewesen war: alles voller Steine! Mülltonnen und Schilder: umgekippt. Bäume: noch mehr entwurzelt. Und doch strahlte das Ufer vor Schönheit. Das erste, was mir dazu in den Kopf kam, war: oh, ein Symbol! Um gleich darauf zu denken: Bloß keine Symbolik jetzt!
Jeden Sommer sehen sie unterschiedlich aus: die prachtvollen Stockrosen-Rabatten vor den Gartenzäunen. Die Pflanzen, zweijährig, säen sich selbst aus, wenn man sie nicht herunterschneidet. Deshalb bleibt die Farbmischung ein wenig dem Zufall überlassen.
Bei freundlichem Wetter hält sie sich gern auf freien Flächen auf: Die Waldeidechse ist eine Sonnenanbeterin. Mit ihrem hübschen Muster wäre es auch zu schade, wenn sie sich nur versteckte! In Norddeutschland heißt sie auch Mooreidechse, weil sie sich gern in sumpfigen Gebieten aufhält.
Im nördlichen Arm Deutschlands, 25 Kilometer von der Küste entfernt und nur 45 Autominuten vor Dänemark, gibt es einen perfekten Platz für Künstler*innen. In Rendsburg liegt ein Garten, so verwunschen und weltoffen zugleich, dass er der perfekte Platz für Inspiration ist.
Schneeweiß, perlweiß, altweiß, schmutzigweiß, zahnweiß, kalkweiß, barytweiß, wolkenweiß, cremeweiß, alabasterweiß… undsoweiter, undsoweißer.
Die Staus auf der Fahrt zu Schwiegermuttis Osterbrunch verderben vielen die Freude. Andere, die sich heute Nachmittag noch nach Geschenken für Kind, Mann und Hund abhetzen werden, haben jetzt schon schlechte Laune.
Hinziehen möchte man nicht direkt. Ein schönes großes Gebäude zwar, auch ruhig gelegen, Natur drumherum. Und doch fragt man sich schon beim ersten Blick: Was stimmt nicht mit diesem Haus?
Verlassene Gebäude und Wohnwagen üben große Faszination aus. Manche nennen es „morbiden Charme“ und stellen zum Fotografieren ein hübsches Aktmodell davor, um den Kontrast zu betonen. (Höhö!)
Wenn Licht am Ende des Tunnels blinkt, denkt man automatisch an etwas Gutes. Das macht das Sprichwort.
Das Geniale am Herbst ist: es gibt so viel Gemüse in Lieblingsfarbe! In meinem Fall ist das orange. Deshalb kann ich auf dem Markt nicht an Karotten und Süßkartoffeln vorbeigehen, auch wenn ich eigentlich nur Kürbis kaufen will.
Als ich vor ein paar Tagen im Oberharz diesen hübschen Schmetterling entdeckte, war ich sicher, auf ein Juwel gestoßen zu sein.
Gestern Abend zur besten Spielfilmzeit machte der Himmel auf Drama. Ich knipste und knipste. Plötzlich rief ein Nachbar: „Vorsicht! Handys darf man bei Gewitter nicht benutzen!“ 
