Wenn ich die See seh …

Wolken spiegeln sich im MeerWenn ich die See seh, brauch ich kein Meer mehr. Zugegeben, der Spruch ist geklaut, doch die Gefühle empfinde ich selbst.

Zum einen schwimme ich gern in der Ostsee – obwohl baden es wohl, ehrlich gesagt, eher trifft. Denn am liebsten lege ich mich auf den Rücken und lasse mich von den Wellen schaukeln.

Zum anderen kann ich mich am Meer nicht sattsehen. Nicht nur die fantastischen Spiegelungen bei ruhigem Seegang wie hier in Hohwacht sind dafür verantwortlich.

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Die mysteriösen Gedenktafeln

Gedenktafeln in der Burchardi-Kirche HalberstadtSie betreten eine Kirche, halten einen Moment inne, Ihr Blick fällt gleitet über die Seitenwände. Da erfasst Sie ein eiskalter Schauder. Auf den Gedenktafeln zu Ihrer Linken stehen Jahreszahlen, die in der Zukunft liegen! Sie fühlen sich wie mitten in einem Thriller.

Wie es oft ist angesichts von Unfassbarem, klammert sich Ihr Hirn an den nächstbesten Strohhalm, sprich: klaren Gedanken. Wie hieß denn noch dieser Film mit den unheimlichen Grabinschriften? Oder war es ein Roman von Stephen King? Oder haben Sie das etwa selbst geträumt?

Da, plötzlich …

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Frühlingshoffnung

Kraniche am HimmelWas für ein Timing: Gestern sehen wir auf mare TV einen Film über die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, und heute sehe und höre ich einen Kranichschwarm gen Norden fliegen! Da keimt sofort Frühlingshoffnung auf. Sehr passend, denn übermorgen ist der meteorologische Beginn der grünen Jahreszeit.

Mein Herz hüpft! Ich kann mich der Faszination dieses Vogels nicht entziehen, der nicht nur vom Jahreszeitenwechsel kündet, sondern in manchen Kulturen gar als Glückssymbol gilt. Auch ich … Mehr…

Die fremde Macht

De Mond - die fremde Macht am HimmelMan strebt in der abendlichen Kälte eiligen Schrittes nach Hause. Plötzlich wird der Blick  magisch angezogen, man muss nach links sehen – und ist wie vom Donner gerührt. Eine fremde Macht hat den Mond am Himmel platziert!

Leider ist man ein wenig zu weit entfernt, hat auch nicht den richtigen Fotoapparat dabei und friert wie ein Schneider. Doch man muss stehenbleiben und die runde helle Scheibe anstarren. Denn man weiß: So bald bietet sich dieses Schauspiel nicht wieder.

Man möchte planen können: Morgen um diese Zeit komme ich wieder und bringe die Spiegelreflexkamera samt Stativ mit. Doch da spielt Mutter Natur nicht mit. Nicht nur, dass der Himmel am nächsten Tag wolkenverhangen sein könnte, nicht nur dass der Mondaufgang sich zeitlich verschiebt. Frau Luna wird auch an völlig anderer Stelle erscheinen!

Natürlich lässt sich das alles wissenschaftlich erklären und berechnen. Doch trotz unseres Wissens behält das Phänomen seinen geheimnisvollen Zauber. Kein Wunder, dass in vielen Kulturen die Mondgöttin eine wichtige Rolle spielt. Denn sieht man das Schauspiel des Mondaufgangs, ahnt man eine fremde Macht.


Foto: Karla Letterman

Märchenhafter Abendhimmel

Märchenhafter Abendhimmel in TravemündeEin Abendhimmel leuchtet in den verschiedensten Pastelltönen:  zartes Gelb  ist dabei, außerdem hellgrau, apricot, altrosa und taubenblau. Kann das sein? Oder wurde mit Mitteln der digitalen Bildbearbeitung nachgeholfen?

Man fragt sich das sofort, weil das Bild nicht ganz natürlich wirkt. Mehr…

Schöner leerer Strand

Ein Mann allein am Strand

Am 10. April 2020

Mit einigen Bildern vom Strand vor Travemünde möchte ich an die Zeit erinnern, als es menschenleer war. Denn ab morgen – Feiertag, Brückentag, langes Wochenende – wird sich das ändern.

Doch im März und April gab es viele Tage, an denen am Hauptstrand und am Brodtner Ufer Corona-bedingt fast niemand zu sehen war. Einheimische durften dort mit Sicherheitsabstand spazieren gehen oder joggen – doch auch bei schönstem Wetter blieben viele dem Strand fern.

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Bloß keine Symbolik jetzt!

Umgestürzte Bäume am StrandAls ich nach der Sturmflut am Brodtner Ufer spazieren ging, fielen mir die Veränderungen sofort auf. Wo vorher Sandstrand gewesen war: alles voller Steine! Mülltonnen und Schilder: umgekippt. Bäume: noch mehr entwurzelt. Und doch strahlte das Ufer vor Schönheit. Das erste, was mir dazu in den Kopf kam, war: oh, ein Symbol! Um gleich darauf zu denken: Bloß keine Symbolik jetzt!

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Die prachtvollen Stockrosen

Die prachtvolle Stockrose vor einem HausJeden Sommer sehen sie unterschiedlich aus: die prachtvollen Stockrosen-Rabatten vor den Gartenzäunen. Die Pflanzen, zweijährig, säen sich selbst aus, wenn man sie nicht herunterschneidet. Deshalb bleibt die Farbmischung ein wenig dem Zufall überlassen.

Ich erinnere mich noch genau, wann sie mir zum ersten Mal aufgefallen sind: das war 1993 in Gdansk. Ich konnte mich nicht sattsehen an dem bunten Schmuck, der jedes noch so graue Haus in eine fröhliche Sommerresidenz verwandelte.

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Der perfekte Platz für Inspiration

Steine an Ketten hängen vom Baum herunterIm nördlichen Arm Deutschlands, 25 Kilometer von der Küste entfernt und nur 45 Autominuten vor Dänemark, gibt es einen perfekten Platz für Künstler*innen. In Rendsburg liegt ein Garten, so verwunschen und weltoffen zugleich, dass er der perfekte Platz für Inspiration ist.

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Fifty Shades of White

weißes Fahrrad vor weißer WandSchneeweiß, perlweiß, altweiß, schmutzigweiß, zahnweiß, kalkweiß, barytweiß, wolkenweiß, cremeweiß, alabasterweiß… undsoweiter, undsoweißer.

Auch wenn Weiß keine Farbe ist, so gibt es davon so viele Schattierungen, dass man mit etwas Fantasie sicher auf fifty shades of white kommt.

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Ostern die Weite suchen!

Die Staus auf der Fahrt zu Schwiegermuttis Osterbrunch verderben vielen die Freude. Andere, die sich heute Nachmittag noch nach Geschenken für Kind, Mann und Hund abhetzen werden, haben jetzt schon schlechte Laune.

Kein Wunder, dass viele das Weite suchen. Doch will man sich in den Feiertagstourismus einreihen? Wieso nicht stattdessen mal zu Ostern die Weite suchen? Mehr…

Verlassen auf weiter Flur

Verlassene Wohnwagen auf einer BaustelleVerlassene Gebäude und Wohnwagen üben große Faszination aus. Manche nennen es “morbiden Charme” und stellen zum Fotografieren ein hübsches Aktmodell davor, um den Kontrast zu betonen. (Höhö!)
Beim Sonntagsspaziergang knipst man derlei Motive gern, eine willkommene Abwechslung zu Mama im Pelzmantel vor Villa, vor Fernblick und neben Rosenbusch.

Man fragt sich unter angenehm grusligem Schauder: Wohnt da noch jemand?

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Schwelgen in Orange

Oranges Gemüse, Kürbis, Karotten und MöhrenDas Geniale am Herbst ist: es gibt so viel Gemüse in Lieblingsfarbe! In meinem Fall ist das orange. Deshalb kann ich auf dem Markt nicht an Karotten und Süßkartoffeln vorbeigehen, auch wenn ich eigentlich nur Kürbis kaufen will. Mehr…

Unaufhaltsame Boten

Strandkoerbe bei HohwachtUnten am Strand schreitet der Tag gemächlich voran. Wetterfeste Touristen lassen sich vielleicht nach dem Mittagessen blicken, um sich ein wenig die Füße zu vertreten.
Die Strandkörbe bieten Platz für jeden, der sich unsichtbar machen will. Ein Bösewicht lauert womöglich auf eine reiche alte Dame, der er die Handtasche entreißen kann.
In meiner Fantasie hat ein heimtückischer Mörder den Korb Nummer 219 gewählt, um sich vor Verfolgern zu verbergen. Doch er wird nicht entkommen.

Swarm solving?

Ähnlich wie die Kraniche des Ibykus wird der Gänseschwarm zur Entlarvung des Täters beitragen. Ich weiß noch nicht wie – doch die Formation am Himmel kommt mir sehr entschlossen vor. Wie unaufhaltsame Boten einer wichtigen Nachricht. Schließlich spricht man von Schwarmintellingenz. Warum sollte es nicht swarm solving geben – eine neue Aufklärungsdisziplin?

Das unheimliche Signal

Ein Kreuz am StrandDa läuft man als Erholungsbedürftiger nichtsahnend am Strand längs – und plötzlich stockt der Schritt. Ein Mahnmal! Hat hier  jemand bewusst ein Kreuz aufgebaut?
Wenn ja: warum, um Himmels Willen? Bestimmt nicht, weil ein Kind hier seinen Hamster beigesetzt hat, oder?

Maximale Aufmerksamkeit

Dieses rohe Kreuz wirkt wild und verzweifelt zugleich. Hat jemand einem geliebten Verstorbenen ein Denkmal gesetzt?
Oder hat ein Mörder, der zwar unerkannt bleiben, aber dennoch maximale Aufmerksamkeit erregen will, sein Signal in den Boden gerammt?
Womöglich ist der Baumrest ein wütender Hinweis auf einen Mord an hilfesuchenden Schiffbrüchigen vor zweihundert oder mehr Jahren? Ein unvergessenes Familiendrama? Die See sieht hin – und schweigt.

Kriminalistisch doppelt interessant

Eine weggebrochene MauerBei diesem Bild kämpfen zwei Fragen in meinem Kopf um die Vorherrschaft.

  1. Wer hat hier randaliert?
    Dass die Mauer nicht von selbst derart unnatürliche Verrenkungen macht, liegt auf der Hand. Dass ein Dagegenlaufen im Vollrausch nicht diesen Grad der Zerstörung hervorruft, ebenfalls. War es ein besessener Baggerfahrer, dem der Grundstückseigentümer die Freundin weggeschnappt hat? War es ein Bauunternehmer, der das Grundstück gern ersteigert hätte?
  2. Wer wird sich hier nachts wohl treffen?
    Eine Emily und ein Dennis auf dem Weg in den coolen Club werden diese Ecke meiden, ebenso wie ein Herr und eine Frau von Wolkenheim. Wenn ich Polizistin auf Streifenfahrt wäre, würde ich spätabends mal einen Blick riskieren. Treffen sich hier Dealer? Junkies? Raufbolde? Desaströse Ecken ziehen zwielichtiges Volk an wie Licht die Motten. In meinem nächsten Krimi wird an dieser Stelle ein Verbrechen geplant!

Die Gruselkirche

Kirche St. Johannis in EllrichEine Kirche? Da fehlt doch was…?
Tatsächlich bewirkt der nicht mehr vorhandene Glockenturm der Kirche St. Johannis in Ellrich, dass das Gebäude wie ein Gruselschloss wirkt – besonders wenn sich drohende Wolken am Himmel zeigen.
Die Erhabenheit des sakralen Restbauwerks, kombiniert mit der herausgehobenen Position auf dem weiten Marktplatz, lässt einen erzittern. Welche Macht muss gewütet haben, den Turm zu zerstören? Steckt eine Schuld dahinter? Eine Verschwörung? Vielleicht eher Thriller- als Krimistoff, doch spannend allemal. Eines jedoch steht fest. Dracula und Gesinnungsgenossen haben hier keine Chance, denn die Kirchengemeinde ist sehr aktiv!

Was macht die Frau in meinem Krimi?

Silhouette einer Frau, einsamSilhouetten sind ein Hingucker, der neugierig macht! Mich natürlich nochmal extra: Könnte ich diese Frau in meinem Krimi unterbringen? Wer verbirgt sich dahinter? Ist das eine Täterin? Ich bräuchte noch eine…
Doch dieses Bild weckt zunächst andere Gedanken. Was gibt’s zu sehen: Eine Frau. Ein schmaler Durchgang. Mieses Wetter. Kein anderer Mensch weit und breit.

Schirm oder Messer?

Reflexartig stelle ich mir die Frage, womit sie sich wehren könnte. Sie hat einen Regenschirm, besser als nichts. Außerdem trägt sie eine voluminöse Handtasche, eher ein Shopper Bag. Darin kann sie nützliche Dinge durch die Gegend tragen. Eine Dose Pfefferspray, ein Taschenmesser, Mineralwasser in einer Glasflasche.
Sie wirkt angespannt, ihr rechter Arm abgespreizt, die Finger  zusammengepresst. Ist ihr die Einsamkeit dieser Gegend gerade bewusst geworden?
Das alles klingt nach Opfer. Doch womöglich bereitet sie sich selbst auf eine Tat vor und steht deshalb unter Spannung. Ich bräuchte wie erwähnt noch eine Täterin…

Unvorhersehbare Wechsel

Berglandschaft in NordschottlandDiese Landschaft in der schottischen Region Wester Ross ist ein Krimi an sich! Die Wolken verdüstern urplötzlich das Fleckchen, auf dem du stehst – nur um es im nächsten Moment wieder für die blendende Sonne freizugeben.
Die Wechsel sind schnell und unvorhersehbar – und das versetzt dich in Alarmstimmung. Wenn schon die Wolken soviel Wirbel machen: wer weiß, was noch gleich passiert?!

Gottverlassen?

Solltest du Hilfe brauchen, wirst du ein Problem kriegen. Denn diese Region ist so dünn besiedelt, dass auf 30 Schafe, die deinen Weg kreuzen, höchstens eine menschliche Seele kommt. Wer also würde bemerken, dass dir was passiert ist? Und wann?
Ist die Gegend gottverlassen? Keineswegs! Wer sonst würde für derart grandiose Natur sorgen? 😉

Deine Spuren im Sand…

Spuren im Sand, am Strand von Wenningstedt auf SyltDeine Spuren im Sand, die ich gestern noch fand… So beginnt der Refrain eines Songs von Howard Carpendale, der mir immer in den Kopf weht, wenn ich Fußspuren am Strand sehe.
Und sofort beginnt die große Fragerei, und zwar nicht als zaghaftes Wehen, sondern als Ansturm: Wer ging dort? Warum? Wohin? Und wie: schlendernd oder hastig?

Ohne Eile, und doch flüchtig

Wer Karl Mays Geschichten kennt, weiß – wie ich – nicht nur, wie man Pferde und Maultiere anhobbelt, sondern auch wie man Fährten liest. Wer diese Spuren am Strand von Wenningstedt hinterlassen hat, war nicht in Eile. Der Fußabdruck ist schön gleichmäßig ausgetreten.
Also winkt hier keine Kriminalgeschichte?
Vielleicht doch. Morgen sind die Spuren weg (s.o. Howard C.). Dann ist nicht mehr nachweisbar, dass jemand hier gegangen ist. Was, wenn dieser Jemand morgen verschwunden wäre?

 

Verwahrloste Gebäude

Fenster mit verschlissener GardineVerwahrloste Gebäude regen die Fantasie der Betrachter auf das Lebhafteste an. Warum wohnt dort niemand mehr – hat das Haus vielleicht eine schaurige Vergangenheit?
Wer mag dort gelebt haben? Ein zurückgezogener älterer Herr mit seinem psychopathischen Neffen? Wusste der alte Mann, was sein Mitbewohner trieb, wenn jener zuweilen abends zwischen zehn und halb zwölf unterwegs war?

Leer oder bewohnt?

Auch ein anderer Gedanke kann einem Schauer über den Rücken jagen: Ist das Haus womöglich noch bewohnt? Ist die Nachlässigkeit Absicht, um Verlassenheit zu signalisieren, um Fremde fernzuhalten? Wenn ja, warum? Wird dort eine Geisel versteckt?
Wo fand noch gleich der spektakuläre Bankraub statt: War das nicht in der Kreisstadt nur 20 Kilometer von hier?

Es schimmert undurchdringlich

Ein Bretterweg am Ufer führt zum Oderteich hin. Neben den Brettern ist es sumpfig.Undurchdringlichkeit ist eine Steilvorlage für Krimigefühle! Irgendwas ist unklar, im wahrsten Sinne des Wortes. Man blickt nicht durch. Etwas wird verborgen.

Undurchdringliches irritiert

Die Hochmoore im Oberharz sind ein hervorragendes Beispiel für dieses Gefühl. Wasser, hui, wie schön, eine Spiegelung – so lockt es.
Trete ich näher, bin ich irritiert: Das Wasser scheint nicht tief zu sein, dennoch kann ich nicht auf den Grund sehen. Ein blinder Spiegel.

Wenn etwas verborgen ist, muss umgehend mit den Ermittlungen begonnen werden. Um beim Wortspiel mit Wasser und Klarheit zu bleiben: Es muss aufgeklärt werden. Yippieh, Ermittlung, Krimi!

Trügerisch glatt

Ein Schiff startet im Hafen von Hörnum. Das Wasser erscheint trügerisch glatt.Obwohl das Schiff kein ganz kleines ist, sieht man erstaunlich wenig Wellenbewegung. So als wollte das Schiff verbergen, dass es gestartet ist. Doch was denke ich, wenn ich so etwas sehe? Das Wasser ist geradezu trügerisch glatt!

Gesuchte Passagiere an Bord?

Man soll sich in Sicherheit wiegen – “ach, nur so ein kleines Boot, das muss man ja nicht weiter beachten”. Von wegen!
In dieser Situation zwickt einen der kriminalistische Spürsinn: Pass auf! An Bord befinden sich womöglich lange gesuchte Terroristen. Oder Drogendealer. Der Himmel braut ja schon die dicken Wolken zusammen, er ist nicht einverstanden. Die Frage ist, warum die See noch mitspielt und das Wasser so trügerisch glatt macht.

Wurzelgewirr

An der Seite eines Wanderweges steht ein Baum mit Wurzelgewirr. Man kann das nicht übersehen.Dieser Wanderweg wirkt auf den ersten Blick freundlich. Das hellgrüne Blätterdach des Buchenwaldes scheint einen willkommen zu heißen. Doch dann dieses Wurzelgewirr.

Mystisch und wild

Wer ein wenig Fantasie hat, sieht ein Geschöpf, das mit unzähligen Fingern nach einem greift. Ist Hilfe in Sicht? Nein, denn es handelt sich um einen Wanderweg, auf dem man in Ruhe die Natur genießen kann…
Der Harz lebt von seinem mystischen Ruf. Nicht ohne Grund ranken sich viele Sagen um das wilde Gebirge. Wer möchte, findet Harzsagen auch im Internet.

Achtung Lebensgefahr!

Ein Schild mit der Warnung "Lebensgefahr" steht an einem Standabschnitt in Bliesdorf an der OstseeEin Schild mit dem Hinweis “Achtung Lebensgefahr!” macht sofort klar, dass es gewagt wäre, hier weiterzugehen.
Die Spannung dieses Bildes besteht darin, dass es zwei Menschen gibt, die das ignorieren. Die gehen in den gefährlichen Bereich. Sie schlagen die Warnung offenbar in den Wind.

Lebensmüde oder waghalsig?

Sind die beiden womöglich lebensmüde? Oder reizt sie die Gefahr? Was, wenn sie den deutschen Text nicht verstehen? Womöglich halten sie “Achtung Lebensgefahr” für den Hinweis auf ein Naturschutzgebiet.

Verlassener Kiosk

Ein verlassener Kiosk mit geschlossenen Fensterläden auf dem stillgelegten Bahngleis in Travemünde am Hafenbahnhof

Ein verlassener Kiosk auf einem stillgelegten Bahngleis. Da habe ich sofort die Assoziation: gutes Versteck!
Ich will nicht in Richtung Psycho-Krimi denken und behaupten, dort könnte ein Mensch gefangen sein. Das wäre wohl selbst auf diesem verlassenen Gleis zu gefährlich – denn auf dem Nachbargleis verkehren regelmäßig Züge.

Drogen oder Briefe

Doch wieso den Kisok nicht als Drogenversteck nutzen? Oder als toten Briefkasten?
Die Vorstellung, dass nach Einbruch der Dämmerung zwei Gestalten mit hochgeschlagenem Mantelkragen herumhuschen, fällt mir nicht schwer. Mit wenigen, geübten Griffen öffnen sie das verrostete Türschloss.
Und dann: erschrecken sie fürchterlich! Sie werden von einem grellen Blitz geblendet. Kommissar Kamera war schneller!

Blick ins Ungewisse

Drei Silhouetten am Stand von Rantum vor hellem HimmelEin Bild wie dieses erzeugt sofort Fragezeichen über Fragezeichen.
Wohin führt der Weg? Woher kommen diese Gestalten? Was machen die bei dem Wetter draußen, wo doch augenscheinlich niemand sonst seinen Hund vor die Tür jagt?

Ohne Halt ins Jenseits

Weil Meer und Himmel ineinander übergehen, entsteht große Ungewissheit. Wo beginnt das Jenseits? Führt der nächste Schritt in den Abgrund?
Um sich sicher zu fühlen, braucht man eine Begrenzung, einen Halt. Den findet mein Auge in diesem Bild nicht. Deshalb kommen die drei Gestalten womöglich direkt aus dem Nirwana – wie unheimlich!