Heute ist Walpurgis! Im Harz finden zu diesem Datum normalerweise wilde Feiern statt. Die meisten müssen heute wegen der Versammlungsverbote ausfallen.
Als kleinen Ersatz biete ich eine Szene aus meinem Roman „Die Hexenpapiere“ zum Lesen an. Die Situation: Auf dem Treffen einer rechten Kameradschaft kommt es zu Irritationen zwischen den Führungsmitgliedern. Und das sind die beteiligten Charaktere:
- Nr. 1, Deckname „Orion“, Gauleiter
- Nr. 2, „Heinrichstreu“, sein Stellvertreter
- Nr. 3, „Hugin“, zuständig u.a. für die Region Südharz

Für den heutigen Welttag des Buches hat sich die europaweite Vereinigung European Writers Council eine Aktion ausgedacht:
Heute sollte die Criminale in Hannover starten. Die Criminale ist die jährliche Zusammenkunft der Mitglieder des Synikats. Wenn das nicht nach Zoff klingt!
Man muss gar nicht unter Quarantäne stehen, um anarchische Zustände zu erleben. Denn der Hausrat in Zeiten von Corona ist auch nicht, was er sein sollte. Die Brille im Abfluss? Die Pantoffeln in den Schlafanzugtaschen? So besingt Reinhard Mey die Unordnung in seinem Stück „
Meine Großmutter nannte die hübschen gelben Frühjahrsblüher nicht „Schlüsselblume“, sondern „Himmelschlüsselchen“. Und so stellte ich mir als Kind immer vor, man könne damit bis ganz weit in den Himmel vordringen.
Heute ist ein Eigentlich-Tag. Sonne, geöffnete Eisdielen, Sitzplätze draußen – ein Tag, an dem man vor Freude und Übermut überschnappen könnte.
Als ich vor ein paar Tagen am Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg spazieren ging, bekam ich wie aus heiterem Himmel ein schlechtes Gewissen.
Zum heutigen Tag des Notrufs beteiligen sich viele Feuerwehren am Twitter-Gewitter. Den Grund hörte ich im Radio-Interview: Sie wollen über den Sinn der Notrufnummer 112 aufklären. Wie bitte: Der Sinn ist unbekannt? Er muss erst digital vermittelt werden?
Nein, nein, in Ellrich ist alles in der richtigen Spur. Ich will jetzt nicht über Thüringens Politik reden, das tun Berufenere als ich weit besser. Worüber ich reden möchte, ist ein Kriminalfall. Der allerdings hat etwas mit einer Straße zu tun, die ins Thüringische führt.
Fertig! Zwar kann ich noch nicht sagen, ich hätte den Roman beendet, doch der erste Entwurf ist fertig. Ich bin stolz! Denn der neue Krimi aus der
Neujahr, Teil II. Nachdem die Veranstaltung im vorigen Jahr wegen des miesen Wetters ausfallen musste, wurde es heute zum Ausgleich besonders schön. In Hohwacht an der Ostsee ruft man seit einigen Jahren zum Strandleuchten. Hunderte von Besuchern laufen mit Fackeln an der Waterkant entlang und illuminieren den Abschnitt zwischen Alt-Hohwacht und der Aussichtsplattform „Flunder“.
Die Touristiker sprechen marketingträchtig von Romantik – und haben Recht. Nicht nur, weil an der Flunder nach der offiziellen Begrüßung ein Wiener Walzer gespielt wird. Sondern schon vorher, während man mit vielen Menschen gemeinsam zum Treffpunkt ausschwärmt, ist die Stimmung feierlich.
Die Blaue Stunde zieht auf, eine Fackel nach der anderen wird entzündet. Je nach Gusto stapft, promeniert oder schlendert man durch den Sand oder am oberen Weg über der Steilküste entlang. An der Flunder erwarten einen dann außer Trink- und Essensständen Feuerkörbe und Musik.
Am späten Nachmittags des ersten Januartages saßen Pfau und Graureiher nebeneinander an einem kahlen Abhang.
Wer ein schwieriges Jahr hinter sich hat oder zumindest ein Jahr, in dem es Anlässe zum Verzweifeln gab, möge bedenken:
Mal wird diese Erkenntnis als afrikanisches Sprichwort zitiert, mal als bretonische Weisheit. Fest steht: Auch an Nord- und Ostsee ist sie gültig.
Da staunte die Redaktion der Lübecker Nachrichten (LN) nicht schlecht: Am Nachmittag des 27. November fuhren verärgerte Leser*innen vor dem Verlagsgebäude vor – im Traktor. „Keine Zukunft ohne Bauern!“ hatten sie auf ein Plakat geschrieben. Und dann erklärten sie dem Chefredakteur den Anlass ihres Unmutes, nämlich eine Karikatur in der Mittwochsausgabe. Sie zeigt zwei Menschen im Gespräch vor einem Bienenstock am Rande eines Feldes, auf dem ein Trecker unterwegs ist. Die beiden staunen über neue Sorten wie „Glyphosathonig“ und „Nitrathonig“.
Samstagnachmittag, Schlag 15 Uhr, Minna-Cauer-Saal des Rathauses Charlottenburg, Berlin: 26 Autor*innen treffen ein, aufgeregt und gespannt, was sie erwartet. Sie wissen nur eines: es gibt Wortrandale. Der gleichnamige
Wer den Schriftsteller Max Goldt
Neues aus meiner Reihe „
Es lässt sich nun nicht mehr leugnen. Seit Montag, 30.9., ist es offiziell: Karla Letterman macht Randale. Zum Glück, ohne materiellen Schaden anzurichten. Allerdings lässt sie Licht schmelzen…
Manchmal besteht der einzige Energieaufwand, den man aufwenden muss, darin, sich selbst in Gang zu bringen. Auf dem Grat zwischen Spätsommer und Herbst lädt Petrus zum Lichtfest nach Himmelsart. Man muss einfach nur: hingehen!
„Jetzt schreibt er auch noch“, steht über den Politiker Wolfgang Kubicki in der Zeitung, dessen Name neuerdings ein Buch ziert. Ja, ist das so? Und wenn ja, warum? „Ist ja irgendwie in Mode gekommen, ein Buch zu schreiben“, wird Kubicki zitiert. Soweit also ist es mit dem Schreiben gekommen…
Freitag, ein Tag Urlaub vom Brotjob; der Plan: Fahrt nach Duderstadt zur Lesung. Vorher: Treffen mit Claudia Nachtwey, Blick hinter die Kulissen ihres tollen
Nie war es so einfach wie heute, sich Vergnügen im Sinne von Ablenkung zu verschaffen. Streaming-Dienste, Playstations und Computerspiele sind für viele Menschen zugänglich und werden von vielen genutzt. Doch was bewegt User über das reine Beschäftigtsein hinaus? Wie sieht es mit ihren Gefühlen aus? Anders gefragt: Schafft man durch Shows und Videos Ergriffenheit in Zeiten der Avatare?
Eine Tankstelle der besonderen Art findet man ganz in der Nähe des Lübecker Holstentors. Der Verein Defacto Art betreibt dort die Kunsttankstelle.

Als ich es das erste Mal sah, war ich sicher, etwas falsch verstanden zu haben. Da hatte ich auf einem Schild an einer Mauer dieser Straße inmitten der Lübecker Innenstadt tatsächlich ‚Altstadtbad’ gelesen. Was war das: optische Täuschung? Selektive Wahrnehmung? Tagtraum? Ein Badeteich inmitten der Altstadt – das kann nicht sein. Dachte ich.

„Ich habe im Fünfsternehotel übernachtet.“ – „Na und? Ich habe mich auf der Bühne der Musikhochschule in eine Decke gekuschelt und drei Professoren für mich spielen lassen.“
Als er die energischen Schritte im Flur hörte, war Aisner klar, dass es mit dem frühen Aufbruch nichts würde. „Alois!“, kam der Kollege vom Empfang ohne Klopfen ins Zimmer gestürzt. „Hier sind Zeugen, die eine Beobachtung zu melden haben. Ehepaar Ansorge.“ In seinem Schlepptau folgte ein ältliches Paar.
Wer auf die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland zu sprechen kommt, sollte selbst ein dickes Fell haben. Denn sie oder er kann sicher sein: von mindestens einer Seite droht Hass! Hysterie beim Thema Wolf ist heute so sicher wie das sprichwörtliche Amen in der Kirche.
In seinem neuen Fall hat Oberkommissar Alois Aisner zu viele Fährten. Mitten am Tag ist eine Autobombe explodiert, eine Frau wurde in den Tod gerissen.
