Wer ein schwieriges Jahr hinter sich hat oder zumindest ein Jahr, in dem es Anlässe zum Verzweifeln gab, möge bedenken:
Ein ruhiges Meer macht keine guten Seeleute.
Mal wird diese Erkenntnis als afrikanisches Sprichwort zitiert, mal als bretonische Weisheit. Fest steht: Auch an Nord- und Ostsee ist sie gültig.
Und wer sich durch Widrigkeiten navigiert hat, hat als guter Seemann die Hoffnung, dem nächsten Sturm gewachsen zu sein. In diesem Sinne: Sammeln Sie Ihre Kräfte für den nächsten Aufbruch, wappnen Sie sich für Überraschungen aller Art auf hoher See!
Fotos: Karla Letterman

Im November 1887 betrat Sherlock Holmes als schrulliger, hochintelligenter Detektiv die Weltbühne. 132 Jahre später ist die Kunstfigur noch immer populär – und mit ihr eine ganz besondere Kopfbedeckung, die Deerstalker Cap. Zu deutsch: die Hirschpirscher-Kappe. Eigentlich ist dieser Hut bei Sherlocks Arbeit vollkommen unangebracht.
Freitag, der 13., olé! Immer zu diesem Datum fällt mir Reinhard Meys schwungvolles Lied „Ankomme Freitag, den 13.“ ein. Eine gewisse Christine kündigt per Telegramm ihr Eintreffen an dem bewussten Datum um 14 Uhr an. Und schon rollt die Lawine der Missgeschicke.
Da staunte die Redaktion der Lübecker Nachrichten (LN) nicht schlecht: Am Nachmittag des 27. November fuhren verärgerte Leser*innen vor dem Verlagsgebäude vor – im Traktor. „Keine Zukunft ohne Bauern!“ hatten sie auf ein Plakat geschrieben. Und dann erklärten sie dem Chefredakteur den Anlass ihres Unmutes, nämlich eine Karikatur in der Mittwochsausgabe. Sie zeigt zwei Menschen im Gespräch vor einem Bienenstock am Rande eines Feldes, auf dem ein Trecker unterwegs ist. Die beiden staunen über neue Sorten wie „Glyphosathonig“ und „Nitrathonig“.
Samstagnachmittag, Schlag 15 Uhr, Minna-Cauer-Saal des Rathauses Charlottenburg, Berlin: 26 Autor*innen treffen ein, aufgeregt und gespannt, was sie erwartet. Sie wissen nur eines: es gibt Wortrandale. Der gleichnamige
Wer den Schriftsteller Max Goldt
Neues aus meiner Reihe „
Ob die Kunstfigur Olaf Schubert im wahren Leben nun
Sie schützt vor Regen und Wind, wärmt die Ohren und kann das Aussehen ganz beträchtlich verändern. Die kleine Schwester des Hutes, die Kappe, hat eine eigene Würdigung verdient!
Transparenz ist was Tolles. Was geschieht, ist klar ersichtlich, Mauscheleien wird der Riegel vorgeschoben. So haben wir den Begriff Transparenz kennen und schätzen gelernt.
Heute Nachmittag wurde in Lauenburg der Fahrgastbetrieb des autonom fahrenden Kleinbusses „TaBuLa“ aufgenommen. Die Abkürzung steht für „
Es ist ein alter rhetorischer Trick. Man antwortet auf eine Frage, die gar nicht gestellt wurde, und lässt die tatsächlich formulierte Frage links liegen.
Es lässt sich nun nicht mehr leugnen. Seit Montag, 30.9., ist es offiziell: Karla Letterman macht Randale. Zum Glück, ohne materiellen Schaden anzurichten. Allerdings lässt sie Licht schmelzen…
Manchmal besteht der einzige Energieaufwand, den man aufwenden muss, darin, sich selbst in Gang zu bringen. Auf dem Grat zwischen Spätsommer und Herbst lädt Petrus zum Lichtfest nach Himmelsart. Man muss einfach nur: hingehen!
Es war einmal eine Spinne, die lebte im Konferenzraum einer großen Firma. Dort fanden oft Treffen und Vorträge statt, und die Spinne hockte in der dunklen Ecke unterm Fensterbrett und lauschte. Sobald sich eine Konferenz ohne Frauen abspielte, redeten die Männer ein bisschen über Berufliches und viel über das weibliche Geschlecht.
„Jetzt schreibt er auch noch“, steht über den Politiker Wolfgang Kubicki in der Zeitung, dessen Name neuerdings ein Buch ziert. Ja, ist das so? Und wenn ja, warum? „Ist ja irgendwie in Mode gekommen, ein Buch zu schreiben“, wird Kubicki zitiert. Soweit also ist es mit dem Schreiben gekommen…
Wer einen schönen Garten gehabt hat und plötzlich darauf verzichten muss, braucht womöglich Zeit, um sich an den verringerten Auslauf zu gewöhnen. Doch wie für viele Alltagslagen gibt es auch hierfür einen Karla-Letterman-Tipp: Man bastele sich ein Paradies!
Und das geht so. Man nehme einen Balkon…
Habe ich erst gestern Vormittag über die 

Freitag, ein Tag Urlaub vom Brotjob; der Plan: Fahrt nach Duderstadt zur Lesung. Vorher: Treffen mit Claudia Nachtwey, Blick hinter die Kulissen ihres tollen
Wendet man den Blick nach rechts, tummeln sich dort neuerdings wieder erschreckend viele Gestalten. Ließen sich vor 30 Jahren vielleicht ein paar Jungs mit kurzgeschorenen Haaren und leicht deutbaren Klamotten-Labels blicken und versperrten fast die Sicht auf vorsichtig an die Wand gedrückte Vertriebenenfunktionäre und klammheimliche Sympathisanten vom Rand des Bürgertums, treibt das, was in unserer Gesellschaft lange als das Ewiggestrige galt, heute mannigfaltig düstere Blüten.
Jeden Sommer sehen sie unterschiedlich aus: die prachtvollen Stockrosen-Rabatten vor den Gartenzäunen. Die Pflanzen, zweijährig, säen sich selbst aus, wenn man sie nicht herunterschneidet. Deshalb bleibt die Farbmischung ein wenig dem Zufall überlassen.
Nie war es so einfach wie heute, sich Vergnügen im Sinne von Ablenkung zu verschaffen. Streaming-Dienste, Playstations und Computerspiele sind für viele Menschen zugänglich und werden von vielen genutzt. Doch was bewegt User über das reine Beschäftigtsein hinaus? Wie sieht es mit ihren Gefühlen aus? Anders gefragt: Schafft man durch Shows und Videos Ergriffenheit in Zeiten der Avatare?
Eine Tankstelle der besonderen Art findet man ganz in der Nähe des Lübecker Holstentors. Der Verein Defacto Art betreibt dort die Kunsttankstelle.

Als ich es das erste Mal sah, war ich sicher, etwas falsch verstanden zu haben. Da hatte ich auf einem Schild an einer Mauer dieser Straße inmitten der Lübecker Innenstadt tatsächlich ‚Altstadtbad’ gelesen. Was war das: optische Täuschung? Selektive Wahrnehmung? Tagtraum? Ein Badeteich inmitten der Altstadt – das kann nicht sein. Dachte ich.
Der Klügere kippt nach, wenn man Pumpenfürst Thomas B. aus Hamburg glauben kann. Diese Feststellung sollte man zur Sommerzeit nicht nur auf die eigenen Sektgläser und Bierhumpen beziehen. Auch unsere blatttreibenden Mitbürger*innen verspüren bei hohen Temperaturen Durst! Es gibt, so sagt man, nicht nur Flaschenkinder, sondern auch Flaschenblumen.
Bei freundlichem Wetter hält sie sich gern auf freien Flächen auf: Die Waldeidechse ist eine Sonnenanbeterin. Mit ihrem hübschen Muster wäre es auch zu schade, wenn sie sich nur versteckte! In Norddeutschland heißt sie auch Mooreidechse, weil sie sich gern in sumpfigen Gebieten aufhält. 



