Während gewiefte Detektivinnen und erfahrene Ermittler in klassischen Krimis auf Logik setzen, um Ganoven dingfest zu machen, ereignet sich in Geschichten der anderen Art Geheimnisvolles und Unerklärliches, aber nicht minder Spannendes.
Dieser Spannung der anderen Art werden drei Lübecker Künstler:innen im kommenden November nachgehen. Sie rufen den Mystery Month im Seefahrerviertel aus! Kein Monat böte sich eher an.
Festivalabend mit magischen Momenten
Ein etwas sehnsüchtiger Blick durchs Fenster, hinaus auf die Liegewiese, auf der eigentlich alles hätte stattfinden sollen … So begann der zweite Festivalabend von „Sommerorte, Sommerworte“ am Krähenteich. Denn wegen des nachmittäglichen Regens war die Wiese klitschnass, und es bestand eine Gewitterwarnung. Also verlegten die Veranstalterinnen vom Literaturforum Lübeck die Lesungen kurzerhand nach innen. Die Lesungen, denn jeder Abend wird von zwei Autorinnen gestaltet, in diesem Fall von Anna Hasenfuß und mir.
Sommerworte im Podcast
Im Podcast „Zwischentöne“ ist ganz aktuell ein Beitrag über die Veranstaltungsreihe „Sommerorte, Sommerworte“ erschienen, in dem ich zu Wort komme. Ich freue mich sehr darüber, dass ich mit einer kleinen gelesenen Szene für dieses feine neue Eventformat werben darf!
Die beiden Initiatorinnen Hilke Flebbe und Simone Lüers vom Literaturforum Lübeck geben mit ihrer Cover-Präsentation, umrahmt von blühenden Rosen, einen Ausblick auf den sommerlich-festlichen Rahmen des Festivals. An vier Terminen zwischen 16. und 19. Juli lesen jeweils zwei Lübecker Autorinnen aus ihren aktuellen Werken. Ich selbst bin am Freitag, 17. Juli, im Altstadtbad Krähenteich dabei.
Ich werde meinen Krimi „Die Trauerrednerin und der verschwundene Bote“ im Gepäck haben. Aber ich bringe noch etwas mit. Es ist so groß wie eine überdimensionierte Tortenplatte, aber viel leichter, und hat etwas mit dem Meer zu tun …
Sommerorte, Sommerworte – oder: Selfie mit Sonnenschirm
Als ich der Einladung ins Altstadtbad Krähenteich folgte, war ich gespannt, was mich erwarten würde. Wer mich erwarten würde, wusste ich. Eine Frau, die schon Blumenbeete zerlegt hat, um das Geheminis des Blühens zu ergründen. Ein Mann, der sich auffällig oft vor dem Tintoretto-Gemälde in der Katharinenkirche aufhält. Und die Inhaberin eines Kulturhotels, die Werbung für die Literaturstadt Lübeck macht, wo sie nur geht und steht.
