Meine engste Berührung mit Cyber-Straftaten besteht bislang darin, dass ich mein Betriebssystem gewissenhaft update, Antiviren-Software verwende und auf dubiose E-Mails achte. Ich befolge die Tipps meiner Bank gegen Phishing-Attacken und hoffe, dass deshalb niemand meine Zugangsdaten ausspähen kann. Sprich: Ich treffe Vorkehrungen gegen die Infizierung meines Computers und Datenklau.
Doch was ist es eigentlich genau, wogegen ich mich zu schützen versuche?
Cybercrime ist ein extrem ertragreiches, trickreiches und dreckiges Geschäft. Die Kriminellen setzen das Geld, das sie durch das Knacken von Kontodaten und Erpressung ergattern, für Waffen-, Menschen- oder Drogenhandel ein, es hat sich eine regelrechte Underground Economy etabliert. Deren Mitglieder gehen professionell, arbeitsteilig und global vernetzt vor. So weit, so bekannt.
Einen guten Überblick über diese Verbrechen liefert das BKA in einem Video.
Doch wie genau funktioniert »Crime-as-a-service«? Wer übernimmt die Programmierung von Malware? Was genau verbirgt sich hinter Foren & Jabber-Servern, den sogenannten Branchenbüchern für Cyber-Kriminelle?
Auf all diese Fragen hoffe ich Antwort zu erhalten bei der Criminale, der Jahrestagung des Syndikats, bei der sich die deutschsprachige Krimiwelt trifft und die im Mai in Salzburg stattfindet. Dort geht es nicht nur um den Erfahrungsaustausch unter Krimi-Autor:innen, sondern auch um Weiterbildung. Und eines der Seminare, die ich belegen werde, handelt von Cybercrime. Spannend wird es gewiss! Und hoffentlich auch inspirierend. Denn fundierte Anregungen für den nächsten oder übernächsten Penni-Sattler-Fall nehme ich immer gern entgegen …
Bilder: pixabay.com; Screenshot von https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/Cybercrime/cybercrime_node.html (Stand: 3.5.2026)


