Without music…

Vincent Dellwig in Lübeck…life would be a mistake.
Diese Worte habe ich so oder ähnlich schon x-mal gelesen und gehört, und vermutlich mindestens x-hoch-2-mal überhört. Denn der Satz kommt, betrachte ich ihn isoliert, so klischeehaft kalenderspruchmäßig daher, so abgedroschen, dass ich ihn niemandem glauben mag. Eigentlich.

Am Wochenende hatte ich das Glück, einem kleinen, feinen Festival beizuwohnen. Einer der jungen Musiker, Vincent Dellwig heißt er, hat eben jenen Satz in einem Interview geäußert. Und was passiert mir da gerade? Die Worte klingen auf einmal echt, so anrührend bedingungslos, dass mir vor lauter Staunen das Abgeklärtsein in die Knie geht.

Leo in the LioncageIch habe so dicht an der Bühne gestanden, dass ich den Ausdruck des Mannes gesehen habe. Verurteilt dazu, Worte zu finden, möchte ich sagen: Der lebt für die Musik. Aber das klingt erst recht abgedroschen. Und deshalb stimmt auch hier wieder der Kalenderspruch: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Ich lasse die Fotos meines allerliebsten Stimmungslichtbildners sprechen. Er hat beim Echolot-Festival in Lübeck nicht nur Vincent Dellwigs Ausdruck eingefangen, sondern auch die Versonnenheit und Konzentriertheit der Gruppen Leo in the Lioncage und Tomasz Kowalczyk Trio.

Tomasz Kowalczyk TrioSeit diesem Wochenende weiß ich: Ohne Musik und ohne Fotografie wäre auch mein Leben ein Fehler.

(Und ich hoffe, es wird ein nächstes Echolot-Festival geben!)


Fotos (3): Thomas Schmitt-Schech

Karla Letterman

Über Karla Letterman

Krimiautorin und Kolumnistin aus Lübeck. Stammt aus dem Harz und hat in Göttingen und Hamburg gelebt.
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