Kontinuum – wenn das Verstehen nicht aufhört

Performance Kontinuum in LübeckSamstagabend hat mich mein Lieblingsfotografundehemann zur Show ins Lübecker Burgkloster eingeladen. „Kontinuum“ hieß die Performance der Tanztheatergruppe TanzOrtNord, sprich der Künstlerinnen Ulla Benninghoven und Shiao Ing Oei, und ich erwartete viel, denn die beiden hatten auch am CirQles-Projekt im vorigen Jahr mitgewirkt.

Wieder begeisterten mich Musik und Choreografien in den historischen Räumen, wenngleich mir klar war, dass ich nicht jede Anspielung verstand. Zum Beispiel blieben mir die Auftritte eines Trommlers und eines Dudelsackspielers rätselhaft. Mehr…

Eine Kunsttankstelle beim Holstentor

Der Hof der KunsttankstelleEine Tankstelle der besonderen Art findet man ganz in der Nähe des Lübecker Holstentors. Der Verein Defacto Art betreibt dort die Kunsttankstelle.

Wo früher Autos versorgt wurden, stellen Künstler*innen jetzt Skulpturen und Bilder aus. In den ehemaligen Garagen sind kleine Ateliers und Lagerräume untergebracht, und eine helle Halle bietet Platz für Vernissagen, Lesungen und Feiern.

„Wenn die Reisebusse in der Wallstraße parken, zücken die Touristen als erstes ihre Handys und machen ein Foto von unserem Schutzengel“, erzählt Peter Fischer, der Vorsitzende von Defacto Art.

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Wertschätzung für die Unbewerteten

Anastasia Rutkowska

Anastasia Rutkowska

Im Mittelpunkt einer Poetry-Slam-Konkurrenz stehen diejenigen, die gegeneinander antreten, logisch. Doch gute Sitte ist es, dass es vor dem Wettbewerb ein „Feature“ gibt, eine Slam-Poetin oder ein Poet trägt einen Text außerhalb der Wertung vor, gewissermaßen zum Warmhören für das Publikum. Handelt es sich gar um eine Gala, treten noch Musiker*innen auf. Auch sie gehören zu den Unbewerteten. Mehr…

Poetry im Schatten des Wahnsinns

Ein Monster mit orangen Augen

Skulptur von Jörg Spätig

Poetry-Slam-Contests leben davon, dass „das Publikum ausrastet“, wie selbst der tiefenentspannte Tilo Strauss von Slam-A-Rama bei seiner Anmoderation fordert. Für Länderausscheidungs-Wettbewerbe gilt das ganz besonders. „Klatscht, stampft, kreischt, zündet die Bilder an, wenn euch ein Beitrag so richtig berührt!“, schickt Tilo sich an, die Menge aufzupeitschen. Er ist nicht der einzige, der sich am Übertreten von Markierungslinien versucht. Tom Toxic findet aufwühlende Worte, um eine Depression zu beschreiben.  Hannes Maasz erzählt vom ganz normalen Alltags-Irrsinn eines abgelegenen Dorfes, und Carina Hansen erklärt, „Selbstwert ist etwas Hauchzartes“. Slam Poetry im Schatten des Wahnsinns – die Kunsttankstelle ist der passenden Rahmen für dieses Halbfinale!

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Ein genial-aberwitziger Abend

Musiker beim Nachtkonzert in Lübeck„Ich habe im Fünfsternehotel übernachtet.“ – „Na und? Ich habe mich auf der Bühne der Musikhochschule in eine Decke gekuschelt und drei Professoren für mich spielen lassen.“

Was wie größenwahnsinnige Aufschneiderei klingt, war bis kurz vor dem Morgengrauen in Lübeck Realität. Denn beim Nachtkonzert Durch die Dunkelheit zum Licht wurde das Publikum ausdrücklich eingeladen, es sich auf vorbereiteten Lagern bequem zu machen. Ein genial-aberwitziger Abend.

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Mr. Poetry-Slam und Dr. Zahl

Tilo Strauss und Daniel Groß

Tilo (Mr. Poetry Slam) und Daniel (Dr. Zahl)

Da schallte und krawallte, dichtete und richtete es wieder ganz gewaltig am Samstag. Mit anderen Worten: es war Zeit für Poetry Slam. In den Lübecker Kammerspielen trafen sich gewitzte Wortakrobat*innen zum Wettbewerb um den ganz-ganz-echt-goldenen Pokal.

Doch ich wollte diesmal wissen: Wer organisiert das alles?

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