Rezensionen der „Hexenpapiere“

Buchtitel "Die Hexenpapiere"Der erste Krimi aus der Eagle-Eye-Bokelmann-Serie wurde auch online rezensiert: von Christian Dolle im Osteroder Magazin Eseltreiber. Darin findet sich ein kurzer Anriss des inhaltlichen Hintergrundes und ansonsten Anmerkungen zur Sprache (weitgehend positiv) sowie zu Umfang (zu kurz) und zum Plot (äußerst negativ).

Rezension aus „Unser Harz“

Titel des Magazins "Unser Harz"Meine Lieblingsrezension befasst sich mit dem Kern der Story: den Hexenpapieren, ihren Ursprung – einem Himmler-Projekt – und ihren Bezügen zur aktuellen Neonazi-Szene.

Dr. Antje Maira Gebel hat sie in der monatlich erscheinenden Zeitschrift „Unser Harz“ veröffentlicht.

Hier ist der Text:

*Karla Letterman: Die Hexenpapiere. 2018, EPV, Taschenbuch, 212 Seiten, ISBN 978-3-947167-15-9, 9,95 **Euro**(auch als eBook erhältlich) *

 

Karla Lettermann kommt aus dem südlichen Harz und ist diesem sehr verbunden, auch wenn sie nach Stationen in Göttingen, Hannover und Hamburg mittlerweile in Lübeck lebt und ihr Herz an die Ostsee verloren
hat. Ihr Erstlingswerk lässt sie in Bad Lauterberg spielen und auch die Themen sind im Südharz nicht unbekannt: Hexen und der Versuch von Neonazis, in der Gegend Fuß zu fassen.

Hexen und Neonazis? Wie geht das zusammen? Über den „H-Sonderauftrag“ und Himmlers Schwärmerei für das „urgermanische“ und von der Kirche nicht verstümmelte „deutsche Wesen“.
So erhält der Krimi einen ernsten historischen Hintergrund, der auch die Details von Bad Lauterberg mit einbezieht, etwa die starke KPD bis 1933 und die Zwangsarbeit in den Schickert-Werken. Die Autorin stellt die rechtsextreme Gruppierung, ihre Organsisierung und Ideologie, ihr Hineinwirken in die Gesellschaft so treffsicher dar, dass sich beim
Lesen immer wieder ein beklemmendes Gefühl einstellt.

Doch die eigentlichen Stars des Buchs sind Eagle-Eye, seine Mutter und ihr neuer Lebensgefährte, „der Herr Professor Gendarm“. Alois Aisner kommt aus Österreich und das ist meistens nicht zu überhören. Seine Kollegen ziehn ihn gern mal wegen seines Dialekts und seiner Namensähnlichkeit mit dem Tatort-Kommissar Eisner auf. Aber letzlich ziehn im Polizeirevier dann doch alle an einem Strang, als deutlich wird, dass der neue Fall verwickelter ist als gedacht.

Wunderbar die Figur des 10-jährigen Eagle-Eye, der mit seinen Freunden als „Promenadenmischung“ die Stadt aufmischt und seinen Alopa mit dem nötigen Stadt-Gossip versorgt. Der Autorin ist ein lesenswerter Krimi mit Tiefgang und Leichtigkeit gelungen. Ja, so können Sie gern weitermachen (siehe Danksagung). – Maira Gebel

 

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