Eagle-Eye über sich

Ein blonder zehnjähriger Junge sitzt in einem Baum. Der Junge heißt Eagle-Eye Bokelmann

Ich heiße Eagle-Eye Bokelmann und wohne in Bad Lauterberg. Stimmt wirklich. Obwohl viele das mit meinem Namen nicht glauben wollen, kein Wunder.
Morgens muss ich in der Grundschule am Hausberg sein, aber nachmittags mache ich meistens das, was mir Spaß macht. Da treffe ich mich mit meinen Kumpels, und dann gucken wir mal so rum… zum Beispiel, wer vielleicht beschattet werden müsste oder so. Ich hab nämlich bei sowas ganz gut Durchblick.

Die Arbeit des Kommissars

Meine Mama Larissa hat einen neuen Freund, der Kriminalkommissar ist und jetzt unbedingt mein Papa sein will. Er heißt Alois. Ich kann ja nichts dafür, dass ich manchmal aus Versehen was von seiner Arbeit mitkriege.
Wenn ich mein Ohr ans Heizungsrohr lege, kann ich doch nicht ahnen, dass die unten im Wohnzimmer gerade was Wichtiges besprechen… so ist das eben als #Ermittlersohn.
Die Erwachsenen müssen nicht unbedingt wissen, was ich alles schnalle. Deshalb kann ich denen auch nicht immer ganz genau erzählen, was wir nachmittags machen. Weil… naja, manches hängt eben mit dem zusammen, was ich zufällig weiß.

Ich schreib’s auf

Meine Kumpels sind auch schon ganz gut eingeweiht. In Polizeiarbeit und was KTU ist und warum es Zivilautos gibt. Wir sagen auch immer nur PK, wenn wir vom Kommissariat sprechen. Da wissen manche Erwachsenen nicht mal, was das heißt.
(Übrigens sagen meine Kumpels jetzt immer Igor statt Eagle-Eye, das finde ich sehr cool!)
Weil ich manche Sachen nicht erzählen kann, schreibe ich sie einfach auf. Mein Freund Leon hat mich gefragt, ob das sein muss. Wenn das mal einer findet, wäre doof, sagt er. Aber er selbst! Er spielt Gitarre, und manchmal singt er dazu sowas wie „Block-Omas und Mäuse-Grillen / ist viel besser als nur chillen“. Hat ja Recht. Doch wenn das mal jemand hört…!


Foto: Thomas Schmitt-Schech

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